
senft & partner auf der TYPO 2009
25. Jun 2009
Sie ist die größte regelmäßige Designkonferenz Europas. Die TYPO Berlin weckt Ideen, gibt Impulse und zeigt Perspektiven der visuellen Gestaltung auf. Auch wir haben uns inspirieren lassen.
Die diesjährige TYPO Berlin hat im wahrsten Sinne des Wortes Raum für neue Ideen geschaffen. Unter dem Motto „SPACE“ stellten internationale Experten aus den Bereichen Grafik, Design, Forschung, Medien und Kunst ihre unterschiedlichen Zugänge zur visuellen Gestaltung vor. Dabei ging es – dem Thema entsprechend – einerseits um die räumliche, dreidimensionale Inszenierung von Entwürfen, andererseits um die Digitalisierung des Designs und die damit verbundene Erschließung neuer, virtueller Räume.
Unter den 1.200 Besuchern der 14. Internationalen Designkonferenz waren auch dieses Jahr wieder unsere beiden Grafikerinnen Felicitas Linhart und Luise Keck.
EinBlick von außen
„Die TYPO bietet die Möglichkeit, sich durch die Arbeiten und unterschiedlichen Zugänge der Vortragenden inspirieren zu lassen“, sind sich die Grafik-Expertinnen einig. Neben außergewöhnlichen Gestaltungsvarianten geben Forschungsergebnisse, wie etwa über das genderspezifische Rezeptionsverhalten der Betrachter, Impulse für Designideen.
Besonders wenn es um die Ideenfindung geht, ist eine gesamtheitlichen Betrachtung äußerst wichtig. „Oft ist ein Schritt zurück nötig, um das Gesamtbild besser zu erkennen“, weiß auch Linhart. „Nur so kann man dem Kunden auch nach jahrelanger Zusammenarbeit neue Perspektiven in der grafischen Umsetzung anbieten.“
Zurück zu den Wurzeln!?
Obwohl die modernen Technologien in unserem Leben immer mehr Raum einnehmen, sind altbewährte Techniken nicht zu vernachlässigen. „Auch wenn die Vielfalt an gestalterischen Möglichkeiten zunimmt, darf man die Basics nicht aus den Augen verlieren“, so Linhart.
Dieses Mit- bzw. Gegeneinander war ebenfalls Thema der diesjährigen TYPO. So berichtete die junge Australierin Gemma O`Brian, Grafikdesignerin und Schriftenenthusiastin – wie sie sich selbst bezeichnet – über eine Aktion, die neue und alte Werkzeuge verbindet: Mit einfachsten Mitteln verzierte sie ihren gesamten Körper mit diversen Schriftzeichen und filmte sich dabei. Diesen Beitrag veröffentlichte sie anschließend im Internet und machte ihn sozusagen grenzenlos zugänglich. Mit dieser Aktion zeigte O`Brian, dass weder der greifbare gestalterische noch der öffentliche Raum eingeschränkt betrachtet werden können.








